Fünf kleine Veränderungen für zwischendurch

Gundermann

Manchmal hat man das Gefühl, man müsste sein ganzes Leben auf einmal umkrempeln – und in der Regel funktioniert das nicht, weil man sich überfordert.
Nach und nach in kleinen Sachen umdenken bringt auch schon was.
Ich hab ganz viele Ideen und werde nach und nach immer wieder mal ein paar rauslassen. Natürlich bin ich selbst auchin Vielem von anderen Leuten inspiriert worden, die sich mit der gleichen Thematik befassen.
Also los.

1. Weißbrot statt Toastbrot.
Kann man sich beim Bäcker auf Wunsch auch oft in Scheiben schneiden lassen – und auf Wunsch packt der einem das dann nämlich auch in eine Papiertüte. Normalerweise stecken die das geschnittene in Plastik und dafür gibt es bestimmt ganz viele gute Gründe. Will ich aber nicht. Ich finde es ziemlich unproblematisch, an dieser Stelle umzusteigen, wenn mir Toastbrot wichtig ist (ist es mir persönlich nicht besonders. Aber ab und zu ist es nett.)

2. Kräuterquark durch abgetropften Joghurt ersetzen.
Ich verarbeite in sowas gerne meinen Unkrautüberschuss aus dem Garten (ernsthaft. Giersch und Gundermann und Melde und so Kram), mache selbstgemischtes Kräutersalz mit rein, wer mag gibt noch feingehackte Zwiebelchen und Knoblauch mit in die Mischung. Schwupps, Plastik gespart. Am besten natürlich, wenn man den Joghurt bei einem Direktvermarkter bekommt und vielleicht sogar noch im eigenen Behälter oder im Pfandglas mitnehmen kann. Jedenfalls ohne Plastik.
Dafür mit Zutaten, die man persönlich kennt. Is’ doch auch was.
(Lecker zu Kartoffeln…)

3. Nochmal Unkraut: Giersch statt Petersilie im Töpfchen.
Ich weiß nicht wie es euch geht, ich hab ja durchaus nen Garten. Und meine Petersilie wächst auch prima. Aber oft auch nicht. Petersilie gibt’s bei mir einfach nicht das ganze Jahr über in ausreichender Menge. Bei Giersch ist das anders. Den gibt’s einfach immer. Und so muss ich keine Plastiktöpfe mit Plastikhülle außenrum im Supermarkt kaufen, wo innen ja eh nur eine lächerliche Menge Petersilie drin wächst.

4. Stofftaschentücher statt “Tempo”.
Fällt nicht so dermaßen ins Gewicht beim Wäscheanfall, dass man das gesparte Plastik direkt wieder mit Schadstoffen aus Waschmittel ausgleichen würde. Und nach vier Jahren Stofftaschentuchbenutzung verrate ich euch ein Geheimnis: Man muss die Dinger nicht unbedingt bügeln. Hab ich lang gemacht. Mach ich hin und wieder immer noch. Aber im Grunde steckt man sie eh in die Hosentasche und dann sieht man schnell nix mehr davon. Ich sag’s nur, falls wen die Arbeit abschreckt ;)
Ansonsten gibt’s beim tegut zum Beispiel auch “Tissa soft” in einer Kartonverpackung (Kosmetiktücher, aber auch Taschentücher), die sind nicht komplett plastikfrei und “Palettenplastik” ist auf jeden Fall inklusive, aber man spart schon mal Kunststoff ein im Vergleich zu den herkömmlichen “Tempoplastikpäckchen”.

5. Nein sagen.
Zum Beispiel in der Apotheke, wenn einem “ein Probepäckchen irgendwas” in ein unfreiwilliges Tütchen gepackt wird. Beides nein, danke, aber nein. Zum Coffee-to-go, einfach noch ne Stunde warten, bis man sich selbst einen kochen kann. Oder (hab ich neulich gesehen, allerdings nicht hier) einen Porzellanbecher-to-go mit zum Bäcker bringen, wenn es unbedingt ein Kaffee unterwegs sein muss. Ich hab übrigens ne 0,5 l-Edelstahl-Thermosflasche, damit kann man sich prima seinen Kaffee mitnehmen. :)