Das geht doch auch noch mit mehr Plastik.

Gestern war ich bei Aldi. Ich geh da nicht gern hin, aber ab und zu halt doch.

Der neueste Clou scheint zu sein, dass man etwas, was mit wenig Plastik funktioniert, mit viel Plastik ja sicher auch verkaufen kann. In dem Fall: Brokkoli. Den kann man – außer auf dem Markt, denke ich – prinzipiell nur in Plastikfolie eingewickelt kaufen. Die Köpfe sind normalerweise so zweimal mit dieser dünnen Folie umwickelt. Gestern beim Aldi hab ich Brokkoli gesehen, der schon in Röschen zerteilt war, diese Röschen lagen in einer Plastikschale (wie Karotten), die wiederum nochmal mit Plastikfolie umwickelt war. Also eine komplett überflüssige Schale, weil es ohne ja auch funktioniert.

Warum, Aldi, warum?

Wenn man da jetzt nachfragt, heißt es sicher “es wird von der Kundschaft gut angenommen, der Kunde möchte das so.” Naja, wenn der Kunde halt nicht so die Wahl hat… ich glaub ich schreib trotzdem mal wieder ne Mail.

Ganz prima (jetzt nicht wirklich) fand ich auch in Plastik verpackte “Feuchte Möbeltücher” (oder so ähnlich). Ich kenne feuchte Möbeltücher. Sie liegen in meinem Schrank, sind aus Baumwolle oder Mikrofaser, trocken, und wenn ich sie unter den Wasserhahn halte, sind sie feucht und wischen meine Möbel ganz hervorragend sauber – und hinterher kann man sie waschen, statt sie und ihre Verpackung nach einmaligem Gebrauch wegzuwerfen! Ehrlich, sowas braucht kein Mensch…

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