Mais ohne Dosen

Ich kann mich nicht erinnern, früher Mais in Gläsern gesehen zu haben. Keine Ahnung, ob es daran lag, dass ich nicht darauf geachtet habe oder ob es das früher einfach nicht gab. Jetzt gibt’s den jedenfalls. Beim tegut zum Beispiel (sicher auch noch woanders, aber ich führ’ da nicht so genau Buch).

Letzten Winter habe ich dann aber von Bantam-Mais gelesen und mir neugierig ein Päckchen mitbestellt. Und hatte mein kleines Mini-Maisfeld im Garten. Ich hatte gar nicht so wahnsinnig große Erwartungen – hab’ bis dahin keine Erfahrungen mit Mais gehabt und kannte mich auch mit den Sorten nicht aus.

Nach dem “Feldversuch” letztes Jahr – mit Vorziehen im Frühjahr, Aussetzen nach den Eisheiligen, ab und zu gießen (war ja nicht so viel mit Regen letzten Sommer, meiner wuchs enorm viel besser als der auf den umliegenden Feldern) und im Herbst dann ernten – kann ich ihn nur weiter empfehlen. Fantastisch! Der leckerste Mais, den ich je gegessen habe, große Körner, tolle Konsistenz. Und ich hab überlegt, wie ich ihn haltbar mache …

Es waren 16 Pflanzen, die insgesamt auch 16 Kolben trugen.

Auf einwecken hatte ich keine Lust. Ich bin da ziemlicher Anfänger und hab es bei ein paar Sachen schon geschafft, dass sie mangels Erfahrung eher zu matschig wurden. Bei Apfelmus stört mich das jetzt eher nicht, da habe ich mich gerne rangetraut, aber matschiger Mais, nein danke!

Also hab’ ich die Kolben blanchiert (in kochendes Wasser gegeben, kurz kochen lassen. Kalt abgeschreckt). Und dann mit einem Messer die Körnerreihen längs heruntergeschoben. Ging sehr einfach und sauber.

Das Ergebnis waren gut 1,3 kg Maiskörner, die ich auf dem Gefriertablett vorgefroren habe, um sie dann portionsweise in Gläschen umzufüllen und so im Gefrierschrank einzuräumen.

Ich mach’ so gut wie keine Gartenplanung für das kommende Jahr – es hat sich so eingespielt die letzten Jahre, ich weiß, was bei uns funktioniert und das säe ich wieder, rotiere einfach mit den Beeten. Aber der Mais bekommt dieses Jahr definitiv doppelt so viel Platz! Wir schaffen schon auch noch mehr… und es war wirklich kaum Arbeit. Gewachsen ist er quasi von alleine. Da er schon relativ groß war, als ich ihn ausgepflanzt habe, musste ich mir auch keinen Stress mit Unkraut jäten machen. Zwischendrin gingen noch Kartoffeln auf (da war vorher mal ein Komposthaufen an der Stelle, kommt immer wieder mal sowas durch), rote Melde, die mit dem Mais um die Wette wuchs und (absichtlich) noch ein Hokkaido in der Mitte. Alles so hoch und dicht, dass eh kaum Unkraut durchkam, und das bisschen war leicht in Schach zu halten (beziehungsweise: ich bin da kein Perfektionist. Das darf ruhig).

Dann nur ernten, was bei der Höhe auch recht rückenfreundlich ist – und der Rest geht ruckzuck! Da gibt’s wirklich arbeitsreichere Möglichkeiten, seine Quadrameter voll zu bekommen.

Also an dieser Stelle eine Bantam-Empfehlung :)

Pilzzuchtversuch, aktueller Stand

Wir haben die Kiste mit den Pilzen jetzt knapp zwei Monate. Und bisher gut 2 kg geerntet, anfangs mal ein knappes Pfund, dann um die 350 g auf einmal, dann immer nur noch so 220-250 g pro “Schub”.

Gerade bin ich mir nicht ganz sicher, ob noch was kommen wird. Zwischendrin schaut es aber immer so aus, als wäre kein Leben mehr im Karton, und plötzlich schießt alles originellerweise wie Pilze aus dem Boden.

Zu dem Zeitpunkt, als ich die Kiste bestellt habe, hat es mich samt Porto 21,84 € gekostet. Der Anbieter schreibt zu dem Angebot, das ich bestellt habe:

In sich mehrfach wiederholenden Ertragswellen je nach Setgröße Normal oder XXL bis zu 4 kg und mehr ernten.
Bei guter Pflege und einem grünen Daumen sind auch höhere Erträge möglich, wobei manche Steinchampignons zu wahren Riesenexemplaren heranwachsen können.

“Bis zu” 4 kg und mehr. Soso. Naja, schaun mer mal! Laut der Anleitung kann sich das bis zu vier Monate lang hinziehen mit der Ernte, bis die Nährstoffe verbraucht sind. Jetzt haben wir nach zwei Monaten die Hälfte des versprochenen Ertrages – allerdings ist der Champignon inzwischen nicht mehr der einzige Pilz im Karton, ich hoffe einfach, dass der andere (Schimmel)Pilz wieder verschwindet und der gute gewinnt.

Ansonsten wär’s blöd.

Hab’ grad mal ins aktuelle Angebot geschaut… die Champignonpreise bei Edeka und Rewe liegen zwischen 3,30 und 7,50 pro Kilogramm. Ich hab jetzt aktuell also 10 Euro für’s Kilogramm bezahlt, das wär’ schön blöd, wenn das jetzt aufhören würde. Außerdem hoffe ich natürlich, dass mein Versuch, etwas vom Pilz aus der Box in neuem Substrat anzubauen, doch noch gelingt – bisher sieht es nicht besonders erfolgreich aus, aber mir fehlt auch die Erfahrung, vielleicht wächst das unterirdisch ganz prächtig und es dauert einfach noch. Andererseits ist das vielleicht gerade auch die falsche Zeit für solche Experimente – viel um die Ohren, und man kann nicht immer alles auf einmal hinbekommen. Ich würde es auf jeden Fall im späten Frühjahr nochmals probieren, wenn es jetzt nicht funktioniert.

Oder mal ‘nen Baum anbohren und diese Version ausprobieren - die dürfte auf jeden Fall nochmal deutlich plastikärmer sein.