Weiter geht’s mit den Kräutern.

Hier ist der erste Teil des Beitrages.

In dem hast du gesehen, was ich für Kräuter gerupft habe (andere nennen es “Unkraut jäten”, wenn man sich Giersch und Gundermann anschaut :D ).

Jetzt, nach ein paar Tagen, sind sie gründlich trocken und zusammengeschrumpelt. Wenn man reinfasst, raschelt es und fühlt sich nicht mehr feucht an. Das ist das Stadium, das wir haben wollen.

SONY DSCDer Rest ist ein Kinderspiel.

Ich habe die getrockneten Kräuter so, wie sie waren, in den Standmixer gegeben, bei mir hat die Menge auf einmal reingepasst – hab ein bisschen gestopft, mein Mixer kann das ab. Wer keinen Mixer hat, schneidet das Ganze mit einer sauberen Schere klein und wirft es dann mit Salz (ich nehme nicht so viel, auf die Menge etwa einen Esslöffel grobes Salz, nachsalzen kann man immer!) und der Zitronenschale zusammen in eine saubere elektrische Kaffeemühle. Ich habe zwei so kleine Dinger, ziemlich alt, aber noch sehr funktionstüchtig, eine nehme ich für Süßes wie Vanille- oder Orangenzucker und eine für Gewürzmischungen wie diese hier, Rosmarinsalz oder Chips-/Kartoffelwürze. Meinen Kaffee kaufe ich nämlich fertig gemahlen ;) und so passiert es nicht aus Versehen, dass Rosmarin im Kuchen landet.

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Also, keine große Sache: Im Mixer mit etwas grobem Salz ordentlich zerkleinern. Ich habe es durch ein Mehlsieb gegeben, was feiner ist als die normalen Siebe. Was da nicht durchging, landete dann doch nochmal in der Kaffeemühle. Danach ließ sich fast alles sieben – die letzten Zitronenschalenstückchen, die ich nicht drin haben wollte, hab ich dann beim letzten Siebdurchgang der Überbleibsel mit einem Teesieb aussortiert, während noch einiges von den Kräutern durchrutschte, was das Mehlsieb zurück behielt.

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Es duftet hier schon wieder mal alles sehr aromatisch.

Was machst du jetzt damit?

  • In Joghurt, plus frischem Zitronensaft, als Salatdressing (quasi selbst hergestelltes “Knorr fix”, nur viel leckerer und ohne Glutamat).
  • Als Kräutersalz auf deinem Frühstücksei. Oder deinen Tomaten oder Gurkenscheiben.
  • In Essig und Öl, um die Vinaigrette auch im Winter mit Kräutern zu verbessern.
  • Schmeck deinen Kräuterquark damit ab, den es zu Kartoffeln gibt (nur frischen Schnittlauch dazu plus das Kräutersalz, ziemlich lecker und wenig Aufwand!).

Natürlich kannst du auch Gekochtes damit würzen. Einfach ein bisschen ausprobieren.

 

Los, Kräuter sammeln!

Ich weiß nicht, wie’s dir geht – bei uns ist es grad ne Spur zu kalt, um viel im Garten zu machen. Auch wenn es heißt: nur die Harten kommen in den Garten – ich bin halt ein Weichei :) und warte lieber noch ein paar Tage mit Vielem, was eigentlich schon laut nach mir schreit.

Was aber mal schnell zwischendurch geht: Kräuter schneiden.

Ich rate zu einem dicken Strauß aus

  • Giersch (gerne reichlich)
  • Zitronenmelisse (eher weniger bis mittelviel)
  • Pfefferminze (siehe Melisse)
  • Sauerampfer (wenig)
  • Petersilie (gerne viel, ist aber grad noch nicht so reichlich vorhanden im Garten, daher der viele Giersch)
  • Gundermann (eher wenig, nach Geschmack)

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Alles waschen, trockenschleudern, zum Trocknen ausbreiten oder aufhängen.

Wenn du grade sowieso was mit ner Bio-Zitrone vorhast (Salatdressing zum Beispiel), dann mach doch einfach mal Zesten aus der gewaschenen Schale (nur das Äußerste) und trockne auch das (ich nutze für sowas gerne die Nachwärme vom bereits ausgeschalteten Backofen, damit es schneller geht und nichts schimmelt).

Wir sehn uns wieder, wenn’s trocken ist, und dann machen wir was da draus, was dir schmecken wird. Deal?