Schön aufbereitete Infos von der Verbraucherzentrale Hamburg und benutzerUNfreundliche Mediatheken

Hallo mal wieder. :)

Die Verbraucherzentrale Hamburg gibt ein paar schöne Beispiele für die Unverhältnismäßigkeit mancher Plastikverpackungen.

[1] Schön verpackt um jeden Preis?

[2] Plastikalarm im Supermarkt

in Nr. 2 gibt es auch einen Link zu einem schönen PDF der Verbraucherzentrale:

 [3] Problemfall Plastikverpackung

Schade finde ich nur, dass bei dem PDF hier nicht ein für alle Verpackungen gleicher Maßstab angewendet wird (bei der einen Verpackung wird gewogen, bei der anderen die Höhe gemessen, die dritte wird aufgeschnitten und die Fläche berechnet. Ich hätte wiegen für alle Verpackungen als sinnvoller empfunden (außerdem noch einen Hinweis auf die jeweils verwendete Plastikart bzw. wenigstens den Recyclingcode), aber ich meckere ja auch nur immer sinnlos rum!

Neulich machte mich eine Freundin darauf aufmerksam, dass Plastikvermeidung (ich glaube, bezogen auf die Fastenzeit) ein Thema auf Bayern1 ist. Ich bin nun kein Radiohörer (ich besitze nicht mal einen, außer im Auto, und der kennt bei uns nur drei Zustände: a) ausgeschaltet, b) mit CD drin, c) kurz Nachrichten hören. Das Gedüdel den ganzen Tag kann ich nicht leiden und Radiomusik sowieso nicht). Das erklärt vielleicht, warum ich mich damit auch nicht weiter auskenne. Ich hatte durchaus Ambitionen, hier auf das Ganze hinzuweisen, aber ich hatte keine fünfzig Stunden freie Zeit übrig, die ich zweifellos gebraucht hätte, um mich auf der unübersichtlichen BR-Website zurechtzufinden. Ich habe weder ein Programm im Sinne von “um 9 Uhr läuft ein Interview mit xy zum Thema abc” gefunden, nur so allgemeines Blabla mit Überbegriffen (z.B. 9.00 Interview -> ohne nähere Angaben), noch komme ich als doch nicht ganz neuer Internetnutzer mit der Mediathek-Seite klar – die Beschriftung der Beiträge lässt extrem zu wünschen übrig und ich gebe jetzt nach längerer Hin- und Herklickerei auf!

Falls hier jemand mitliest, der eine Spezialausbildung für den Umgang mit benutzerunfreundlichen Radiowebsites hat und in weniger als 10 Minuten Links zu Podcasts von Radiobeiträgen zum gewünschten Thema aus dem Hut zaubern kann, bitte, so tue er dies! Ich wäre wahrscheinlich nicht ewig, aber doch ein kleines Weilchen, sehr dankbar. ;)

Macht übrigens jemand Plastikfasten in der Fastenzeit? Letztes Jahr habe ich von jemandem gehört, der “Strichcodefasten” macht, auch ne Idee… beides erfordert aber, je nach Familiengröße, einiges an Vorbereitung. Wobei “Fasten” in diesem – nichtreligiösen – Sinne ja nicht zwingend “vollkommener Verzicht” heißen muss, reduzieren bis auf unvermeidbare Ausnahmen ist doch auch schon was :-)

Durch Plastikfreiheit der Manipulation entgehen?

Naja, irgendwo lässt man sich immer manipulieren, vermute ich. Manchmal habe ich schier das Gefühl: wir wollen das so.

Ich bin mal wieder über einen TV-Beitrag gestolpert (dafür, dass wir keinen Fernseher haben, schau ich im Moment relativ viele Beiträge via Internet-Mediathek für… das hier!) – es geht darum, wie die Profis in Supermärkten die Kundschaft dazu bringen, genau das zu kaufen, was sie verkauft haben wollen.

Den Beitrag kannst du hier sehen.

Da ist die Vorgabe “plastikfrei einkaufen” mal wieder so richtig hilfreich. Da fällt nämlich einfach fast alles raus. Und wenn ich dann noch meinen Monatsspeiseplan erstellt habe und meinen Einkaufszettel entsprechend aus dem Plan habe, ist das Risiko, Sachen zu kaufen, die ich eigentlich nicht wollte, auch nochmal minimiert.

Ich kann nicht für eine sechsköpfige Familie sprechen, das würd ich nie auch nur versuchen. Aber für uns zweieindrittel mit Hund kann ich sagen, dass Einkaufen viel stressfreier geworden ist, seit ich versuche, ohne Plastik nach Hause zu kommen. Ich bin ruckzuck durch den Supermarkt durch – ein Blick genügt, um das ganze Plastik auszuschließen – und zahle an der Kasse auch nicht mehr als vorher. Manchmal weniger, weil manche Produkte einfach gestrichen sind. Manchmal genauso viel, weil die Bio-Version in der plastikfreien Verpackung vielleicht etwas teurer ist und dadurch etwas anderes ausgleicht, das ich gar nicht erst mitnehme.

Das ist ok. Ich bin davon überzeugt, dass plastikfreies Einkaufen langfristig Geld spart. Hauptgrund: man kauft nicht so viel von dem Schwachsinn, von dem man sich sonst so das Leben zumüllen lässt und den eigentlich kein Mensch braucht! Yay!