Sinnvolle Matschbananenverwertung

Geständnis: Ich kann manchmal an den zusammengepackten (Plastik-!) Beuteln mit ollen Bananen nicht vorbei gehen. Oft sind dann so drei Kilo für nen Euro in der Tüte. Das hat aber nullkommanix mit Geiz zu tun – es ist einfach so, dass weder ich noch mein Mann Bananen mögen, die nicht wenigstens ein bisschen “drüber” sind. Wenn ich dann mal über einen der begehrten Beutel im Supermarkt stolpere, nehm ich ihn mit und wir machen Eis draus (mit und ohne weitere Zutaten), backen Kuchen damit, machen mal nen Shake oder essen sie so.

Die meisten Leute, die mir ihre Meinung zu Bananen bisher mitgeteilt haben (waren nicht so viele) waren sich einig, dass Bananen, die “drüber” sind, eindeutig eklig sind. Naja, das finden wir halt nicht – und ich fänd es schade, wenn sie dann im Müll landen würden. Das rechtfertigt für mich definitiv den einen dünnen Plastikbeutel, in den sie in der Regel verpackt werden.

Bananen gehören nicht zu den Dingen, die im königlichen Haushalt ständig vorhanden sind. Oft gibt es bio/fair nur in Plastik eingeschweißt, die Dinger kommen so oder so von weit her, die konventionellen werden mit fiesen Fungiziden behandelt und sind an sich viel zu billig für den ganzen Aufwand. Nicht, dass ich mich jetzt beschweren würde über zu niedrige Preise! Aber grade bei Bananen ist es irgendwie so gar nicht angemessen.

Vielleicht krieg’ ich jetzt ein wenig Matschbananeneinkaufkonkurrenz – wenn ich euch mein Banana bread Rezept mitteile. “Bread” heißt in dem Fall nicht “Brot”, sondern ist ein amerikanischer Kuchen.

Ich habe das (hier entdeckte) Originalrezept etwas abgewandelt, weil ich hier in der Gegend Buttermilch noch nie anders als im Plastikbecher gesehen habe und das Natron ohne die Buttermilch glaube ich sinnlos ist. Und weil ich noch so viele Bananen übrig hatte und wollte, dass das Ganze etwas hübscher aussieht.

Meine restlichen geknackten Walnüsse haben gerade noch gereicht. Ich muss dann mal wieder den Nussknacker auspacken für Nachschub… noch haben wir einiges auf Vorrat vom letzten Herbst :)

Bananabread

Wie auch immer, hier mein abgewandeltes Rezept:

  • 250 g Mehl
  • 175 g Zucker
  • ca 1/2 P. Backpulver
  • 1/4 TL Salz
  • 2 Eier
  • 3 zerdrückte, sehr reife Bananen (meine waren eher klein (Bio eben), ich hab ne halbe mehr genommen)
  • 100 ml Öl (neutral, z.B. Rapsöl)
  • 75 ml Milch
  • Vanillemark oder 1-2 EL selbstgemachten Vanillezucker
  • 100 g gehackte Walnüsse
  • 3-4 Bananen, in ca. 1 cm dicke Scheiben geschnitten

Ansonsten hab’ ich mich an die Vorgehensweise aus dem Rezept gehalten. Mehl gesiebt, trockene Zutaten vermischt, nasse Zutaten extra vermischt, alles zusammen gekippt, zügig mit nem Löffel von Hand verrührt. Mal ein Rezept, wo man keine Küchenmaschine oder auch nur ein Handrührgerät für braucht. Geht so, einwandfrei!

PS: Meine letzten Tortenspitzen sind aufgebraucht. Da es neue meines Wissens nur in Plastik eingeschweißt gibt und das unnötiger Schnickschnack ist, verzichte ich in Zukunft je nach Art des Gebäcks darauf oder ersetze das Ganze durch ein Stück Pergamentpapier von der Rolle oder Wachspapier (beschichtete Seite unten!) – wobei ich mit Letzterem auch sparsamer geworden bin. Hab bei Manufactum nachgefragt, was ich denn da jetzt genau in der Hand habe und zur Antwort bekommen:

Die Wachsseite ist mit Paraffin beschichtet. Es wird aus Paraffinwachs und reiner Zellulose (Baumstämme) gefertigt.

Die Wachsseite kommt nach außen und daher nicht in Kontakt mit den Lebensmitteln.

Hmja. Braucht doch eh kein Mensch. ;)