Brot “weck”frieren

Für kleine Portionen/Haushalte eine nette Lösung, finde ich:

  • Du stellst deinen Brotteig her wie gewohnt.

  • Du nimmst Weckgläser in ausreichender Anzahl, fettest sie leicht ein und “panierst” sie innen mit ein paar Haferflocken. Dann flutscht das Brot hinterher leichter wieder aus dem Glas raus.

  • Dann backst du nach erneuter Gehzeit dein Brot wie sonst auch – nur halt im Glas. Zu beachten in dem Fall: das Blech zusammen mit den Gläsern in den Ofen geben. Ich denke, wenn du das Blech wie bei freigeschobenem Brot mit vorheizen würdest, würde das kalte Glas mit dem Teig darauf wahrscheinlich springen. Sag’ nicht, ich hätte dich nicht gewarnt! ;-)
  • Was soweit übersteht, dass der Deckel zum Einfrieren nicht drauf passen würde, schneidest du ab, indem du das Brot kurz aus dem Glas nimmst. Dann abkühlen lassen, wieder rein ins Glas, Deckel drauf und einfrieren. Dann hast du halt quasi ein paar Brötchenhälften (die abgeschnittenen Deckel) übrig, die du zuerst verputzen musst.

Klappt hervorragend, die Scheiben sind außerdem schön gleichmäßig.

Wir sind auch ein kleiner Haushalt, aber ich backe selbst doch meistens drei große Brote (Teig aus ca. 2 kg Mehl) auf einmal und friere zwei davon in einer PE-Tüte ein, die irgendwie ihren Weg zu uns gefunden hat (keiner weiß, wie), auf der “für Lebensmittel geeignet” steht und die ich halt so lange verwenden werde, bis sie auseinanderfällt… dann kehre ich evtl. zur “Weckbrot”methode zurück ;)

Die harte Nuss wurde ganz schnell geknackt.

Ich war heute in Bad Neustadt unterwegs und habe auf einen Hinweis von meiner Meisterkollegin Anja mal Leo’s Obstkiste aufgesucht. Abgesehen davon, dass mir der Laden an sich schon sehr sympathisch ist – klein, übersichtlich, ausgewählte Waren, das mag ich – sind hinter der Kasse Schütten mit Nüssen, Trockenfrüchten und Gummibärchen, die man sich in eigene Behälter oder mitgebrachte Tüten abfüllen lassen kann. Juhu! Wer sagt’s denn! Jetzt kann der Walnussbaum aus der gewünschten Nuss in Ruhe vor sich hinwachsen, ich bin erst mal versorgt. Braucht natürlich wieder Planung, wie immer, Bad Neustadt ist nicht der nächste Weg für mich, aber mindestens alle zwei Wochen komme ich dort doch eh vorbei, und das schöne an Leo’s Obstkiste ist, dass man dafür nicht in die Stadt muss. Ich geh’ nicht gern in die Stadt, höchstens mal so in die Randgebiete (auf nen Cappu in die Rhönperle an der einen oder das Reformhaus an der anderen Seite der Hohnstraße).

Ach ja, und da kommen wir zu meiner nächsten Entdeckung – also den Laden kannte ich schon, aber ich hab heute mal mit der Besitzerin über manche Sachen geplaudert, sie kennt sich gut mit dem Thema Kunststoffe aus, hatte früher auch viel offen in Schütten im Angebot – quasi eine Trendsetterin mit relativ großem Abstand zum gesetteten Trend – hat das aber aufgegeben, weil es kaum angenommen wurde.

Ich habe allerdings eine Liste der Dinge gemacht, die man bei ihr plastikfrei oder plastikarm kaufen kann – alles in Bio.

Hier bitte, für den nächsten Einkaufszettel:

  • Käse (offen, gerne in eigenem Behälter mitnehmen)
  • Oliven (ebenfalls)
  • Brote und Gebäck
  • Obst & Gemüse
  • Bio-Milchprodukte (Joghurts, Sahne, Milch) in Glasbehältern
  • Seifen
  • im Kosmetikbereich: Körperöle von Primavera und Dr. Hauschka (plastikarm)
  • Honig, Nussmuse, Schokocremes, vegetarische Aufstriche
  • Säfte und Wasser in Glasflaschen
  • Tomatenkram wie Passata, Ketchup, Nudelsoßen in Glasbehältern
  • Es gibt Getreide von regionalen Landwirten abgepackt, aber auf Wunsch eben auch lose in mitgebrachte Behältnisse abgefüllt! Bitte nachfragen. Ist ja vor allem für die Brotbäcker unter uns nicht uninteressant :) oder die Quetschflockenfrühstücker oder die Reisersatzprobierer oder die Roggenshampoobenutzer…

Falls du jetzt mal da reinschneist, sag’ Grüße von mir!

Damit meine dritte Entdeckung des heutigen Tages auch nicht unerwähnt bleibt: der tegut (beim Obi) in Neustadt hat grad Barilla-Nudeln für 0,79 € im Angebot. Sicher nicht das Gelbe vom Ei, aber immerhin ohne direkte Plastikverpackung.

Genug eingekauft jetzt. Eigentlich war ich vor allem Flyer verteilen für den nächsten Vortrag. Ob davon jetzt wirklich irgendwo was ankommt oder ausgelegt wird, hat man ja leider nicht in der Hand. Ich hoffe einfach mal!

PS: Nach Redaktionsschluss und kurzen Diskussionen über den potentiellen Einsatz von Sägespaltern schleppte der beste Ehemann von allen dann tatsächlich einen wirklich brauchbaren Nussknacker an, mit dem wir nun doch mal ein ordentliches Glas aus dem eigenen Nussbestand “vollgeknackt” haben! Geht doch!