Müllstatistik

Eines meiner Ziele bei den “Plastikvorträgen” war, möglichst wenig Müll für den gelben Sack bzw. Restmüll zu erzeugen. Eigentlich sogar: gar keinen. Aber das ist ein bisschen arg schwer (wenn auch nicht unmöglich).

Manche haben sich vielleicht kurz gewundert, dass es zum Imbiss keine Papierservietten gab. Naja nun. Die gibt’s halt nicht ohne Plastik, und man braucht sie, finde ich, nicht unbedingt. Klar, es ist nett, welche zu haben, aber eigentlich… nicht wichtig. Also wurden die kurzerhand gestrichen.

Der Müll, der tatsächlich entstand, war

- einige cm Tesafilm

- die Plastikverpackung vom Flyerpapier

- dieser plastiküberzogene Draht, der um die Karotten gewickelt ist, wenn man sie im Bund kauft

- Natron-Tütchen, die aus Papier, aber innen irgendwie mit Kunststoff beschichtet sind, und bei denen ich mir nicht ganz sicher bin, was das außer Restmüll sein könnte.

Ach ja, und mein Fishermans-Tütchen, was auch irgendein Papierverbund ist. Genaueres weiß man nicht.

Alles andere war Papier, Kompost, Pfandglas oder fand eine Zweitverwendung (Keksdosen).

Das find’ ich schon ganz gelungen, jetzt mal im Ernst :) dafür, dass insgesamt über fünfzig Leute verköstigt wurden!

Zum Thema Papierverpackung: Das ist doch doof. Es gibt scheinbar kein buntes Druckerpapier ohne Plastik drum herum. Warum? Feuchtigkeit kann nicht das Argument sein, denn es gibt ja durchaus (weißes oder Umwelt-) Papier ohne Plastikverpackung. Und wäre es nicht viel sinnvoller, das Papier direkt “in sich selbst” einzuwickeln, dass man sofort weiß, was drin ist? Statt dessen… Plastik. Ich hab’ mir die Finger wund gesucht. Wenn jemand nen Tipp hat, her damit! Einstweilen schreibe ich mal ein paar Herstellern nette Mails. Is’ ja auch wichtig.

Feedback

Über Feedback von den Vorträgen freue ich mich riesig. Ich war selbst so intensiv mit dem vielen “Drumherum” beschäftigt, dass ich eigentlich gar nicht einschätzen konnte, ob mein Vortrag irgendetwas bewirken würde, jemand was Neues ausprobiert, was Altes sein lässt oder dergleichen.

Viele Leute haben gesagt “ich schreib dir noch” – und ich warte noch, mal mehr, mal weniger ungeduldig darauf! ;-) Aber was ich schon geschrieben bekommen habe, freut mein Herz.

Ich fand das Heft sehr gut und die letzte Seite über Veränderung war besonders ermutigend.  Wir müssen nicht alles auf einmal verändern, lieber kleine Schritte.
Wie du auf deiner Website geschrieben hast, ohne Plastik geht es überhaupt nicht, aber jetzt kaufe ich etwas bewusster ein und versuch weniger Plastikmüll bei uns anzuhäufen. Ich habe auch vor, mehr Deko im Haus aus Natursachen zu basteln.
Ich habe auch vor, mich mit der Speiseplanung zu beschäftigen. Spart Zeit und Geld!
- von T. aus S.
Hallo Kerstin,
wenn deine Teilnehmer Tipps zum plastikfreien Einkauf in der Rhön haben, dann ist das die einzige Verbesserungsmöglichkeit für deinen Vortrag.
Der Supermarkt am Anfang von Ostheim ist furchtbar. Gemüse oder Obst ohne Plastik fast unmöglich. Beim Aldi ist es ähnlich.
Da die meisten sicher in den Supermärkten kaufen und nicht auf Direktvermarkter ausweichen, wäre es schon gut, wenn man Supermärkte mit weniger Plastikverpackung kennt.
Ich gehe jetzt noch mehr mit Behältern einkaufen, damit ich bei unverpacktem Fisch oder Käse keine Verpackung mehr mitbekomme.
- von F. aus A.
Für meinen nächsten Einkauf an der Fleisch-Theke habe ich mir fest vorgenommen, so einen Glasbehälter mitzunehmen. Das ist das, was ich mich bisher nicht getraut habe aus Angst vor doofen Sprüchen. Wird also eine kleine Mutprobe für mich werden. :-)
- von M. aus S.
Haben gestern selbstgemachte Flüssigseife ausprobiert und sind begeistert!
- von U. aus … äh… weiß ich grad nicht ;-)
Ich versuche schon länger, auf unnötiges Plastik zu verzichten und bin immer mehr geschockt, wie es immer schwieriger wird, plastikfrei oder -arm einzukaufen und wie sorglos die meisten Menschen mit dem Thema umgehen. Wobei ich für mich nicht so weit gehen kann oder aus Bequemlichkeit möchte, ganz auf Plastik zu verzichten. Und ich denke auch, wenn man im Kleinen anfängt und wenigstens alles, was man sowieso wieder wegschmeißt, hinterfragt, ist auch schon etwas getan.
- von Frau W. , ich glaube aus N.
Ganz herzlichen Dank! Und ich freue mich über weitere Rückmeldungen und Inspirationen auch von Seiten der Teilnehmer!
Außerdem wünsche ich Mut (den braucht’s ja manchmal wirklich, siehe die eine Rückmeldung), um hie und da gegen den Strom zu schwimmen.