Der junge Mann und das Meer.

Schon wieder fernsehn: 3Sat hat (vor etwa einem Monat, ich hab es erst jetzt online gesehen) einen Film über Boyan Slat gezeigt, den jungen Holländer, der sehr visionär an die Sache mit dem vermüllten Meer rangeht.

Hier kann man ihn in der Mediathek noch ansehen.

Boyan Slat und seine Idee werden in einem Filmbeitrag vorgestellt, der zu einer Reihe gehört, die

[...]mittels außergewöhnlicher filmischer Handschriften Geschichten vom Erwachsenwerden erzählt.

(Zitat von 3Sat)

Der Titel der Reihe – “Ab 18″ hat mich zuerst irritiert, weil er was anderes impliziert als eben das – aber bei “Der Junge und das Meer” musste ich dann sofort an Boyan Slat denken und habe weiter geklickt.

Er hat übrigens selbstverständlich auch eine eigene Website sowie eine Website zu seinem Vorhaben.

Ich verstehe viel zu wenig von dem, wovon er redet – dass man aber daran arbeiten sollte, das Meer sauberer zu kriegen, wenn man den Mülleintrag schon nicht in den Griff bekommt, ist wahrscheinlich nicht ganz doof. Ich werd’ den im Auge behalten! (Und wenn ich mehr Zeit habe, mal ein bisschen was von der Website für euch übersetzen. Krieg’ ich momentan leider nicht hin)

Viel Spaß beim Anschauen!

Da vergeht einem alles :-/

Chris Jordan: Midway – Message from the Gyre (Fotos, und an der Stelle eine Warnung… tote Tiere involviert, die an der Diagnose “Plastikmüll” gestorben sind).

“Do we have the courage to face the realities of our time – and allow ourselves to feel deeply enough that it transforms us and our future?”

(Chris Jordan)

(Deutsch: “Haben wir den Mut, die Gegebenheiten unserer Zeit anzusehen – und uns zu erlauben, tief genug zu fühlen, auf dass es uns und unsere Zukunft verändert?”)

Diese Frage passt ja auf ziemlich viel – nicht nur auf unsere Müllproduktion. Ich habe den Eindruck, der Mensch wird zunehmend abgelenkter, schaut immer weniger hin. Ich frage mich nur, ob und wenn ja, wie man daran etwas ändern kann – dass die Leute es wieder mehr wagen, hinzusehen, aufzunehmen, sich beeindrucken zu lassen und in diesem Eindruck auch zu verharren. Wir reden jetzt nicht nur von Plastikmüll und Umweltschutz. Ich hab’ oft das Gefühl der Mensch geht vor allem an hochprofessionellem Verdrängen kaputt.

Nochwas zum Meeresplastikmüll: Eine Studie vom Umweltbundesamt.

Quellen für Mikroplastik mit Relevanz für den Meeresschutz in Deutschland

Die Studie präsentiert erste Ergebnisse zu den Verwendungsmengen von Mikropartikeln aus Kunststoff in kosmetischen Produkten und weiteren Anwendungsbereichen. Primäre Mikropartikel aus Kunststoff werden direkt in mikroskopischer Größe hergestellt. Erste Schätzungen hierfür geben einen Einsatz von 500 Tonnen primärer Mikropartikel aus Polyethylen an, die jährlich in Deutschland in kosmetischen Mitteln verwendet werden. Die Einsatzmengen in Wasch- und Desinfektionsmitteln sowie Strahlmitteln in Deutschland schätzen die Autoren auf jeweils unter 100 Tonnen pro Jahr. Für die Einsatzmengen von Mikropartikeln in Kunststoffwachsen erwarten die Autoren dagegen etwa 100.000 Tonnen.[...]

(Zitat von der verlinkten Website obendrüber)

Die Zahlen immer!